Geschichtliche Essenz No.64 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

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6. APRIL 1914

Die US-amerikanische Regierung erklärt sich in einem Vertrag mit Kolumbien bereit, 25 Millionen US-Dollar (106,3 Millionen Mark) Entschädigung wegen des Verlustes von Panama zu zahlen. Die ehemalige kolumbianische Provinz war 1903 im Zusammenhang mit dem Bau des Panamakanals auf Betreiben der US-amerikanischen Regierung von Kolumbien abgefallen.

6. APRIL 1964

Zwei belgische Ärzte werden in Tongerlo bei Antwerpen wegen unterlassener Hilfeleistung verhaftet. Sie hatten sich im Rahmen des seit sechs Tagen andauernden Ärztestreiks geweigert, ein an Lungenentzündung erkranktes Kind zu behandeln. Der 18 Monate alte Junge verstarb kurz darauf.
Franz Rompza gewinnt in der Karl-Rau-Halle in Heidenheim das internationale Degenfechtturnier um den von Bundeskanzler Ludwig Erhard gestifteten Heidenheimer Pokal.

6. APRIL 1989

Die Hamburger Illustrierte “stern” veröffentlicht einen Bericht über die Beteiligung bundesdeutscher Firmen an der Errichtung eines Raketenzentrums im Irak. Danach wird wegen des Verdachts illegaler Militärexporte gegen eine Tochterfirma des Konzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm ermittelt.

Wissensessenz No.1

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EMOTIONALE INTELLIGENZ MACHT ERFOLGREICH!

Unter Emotionaler Intelligenz versteht man Qualitäten wie das Bewusstsein und die Kontrolle der eigenen Gefühle, Einfühlungsvermögen in andere Menschen und die Fähigkeit, Emotionen so zu steuern, dass sich die Lebensqualität und Leistung und Verhalten im betrieblichen Leben verbessern. Emotionale Intelligenz basiert auf den fünf Elementen: Selbstwahrnehmung, Motivation, Selbstregulierung, Empathie, und soziale Fähigkeiten.

Ähnlich wie fachliche Kompetenz im Laufe des Lebens erlernt werden muss, ist emotionale Kompetenz dem Menschen ebenfalls nicht von Natur aus gegeben. So, wie der IQ die Basis für fachliche Kompetenz bildet, stellt die EI die Grundlage für die emotionale Kompetenz dar. Emotionale Kompetenz ist daher, wie die fachliche Kompetenz auch, erlernbar, kann diese aber nicht ersetzen.

Ganzheitliche Intelligenz: IQ und EQ gehören zusammen

Längst ist man sich bewusst, dass es nicht ausreicht, über einen überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten (IQ) zu verfügen, sondern dass die Emotionale Intelligenz (EQ) für ein glückliches und erfolgreiches Leben privat und beruflich, vor allem auch als Führungskraft, genau so wichtig ist. EQ beinhaltet Eigenschaften wie die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung, Selbstmotivation, Selbst-Management sowie Empathie, Lebenssinn und Zukunftsgestaltung. Früher meinte man, dass der autoritäre, den Weg weisende Mann, die beste Führungsraft ist. Heute weiß man, dass es nicht der “Führer”, sondern viel mehr und öfters der empathische “Versteher” ist, der das Vertrauen seiner Mitarbeiter gewinnt, weiß wie diese motiviert werden können und welches ihre Bedürfnisse sind.

Die fünf Lebensbereiche emotionaler Intelligenz

Ganzheitlich verstandene und für die Führungs- und Lebenspraxis relevante emotionale Intelligenz basiert auf den folgenden fünf Lebens- und Persönlichkeitsbereichen. Die nachfolgenden Elemente emotionaler Intelligenz sind oft und in vielen Bereichen auch Merkmale fähiger und talentierter Führungskräfte, emotionale Intelligenz manifestiert sich privat und beruflich oft auf ähnliche Art und Weise.

Selbst-Wahrnehmung

Wie erkennt, beurteilt und sieht sich ein Mitarbeiter, Partner oder Mensch in seinem Selbstbild, ist er eher innen- oder außen orientiert? Menschen tendieren dazu, in ihrem Denken und Handeln eher innen- oder außen orientiert zu sein. Damit zusammen hängt auch das Selbst- und Fremdbild und die Frage, wie sehr dieses übereinstimmt.

Innenorientiert sind Menschen, die eher nach ihren eigenen persönlichen und individuellen Wertvorstellungen und Überzeugungen leben, während außen orientierte Mitarbeiter und Menschen beispielsweise Impulse, Anerkennung und Orientierung eher außerhalb, bei Autoritäten oder im Freundes- und Bekanntenkreis suchen und finden. Innenorientierte Menschen haben tendenziell ein besser entwickeltes Selbstvertrauen und stabilere Gefühlslagen, als Menschen und Mitarbeiter, die stark von Impulsen und “Rückmeldungen” von außen abhängig sind.

Selbst-Management

Wie wird Partnerschaft, Leben, Arbeit und Beruf “gemanagt” und bewältigt, welche Lebensbereiche und Lebenswerte sind wichtig, wie priorisiert man sie, was tut man dafür oder wie geordnet und organisiert hat man sein eigenes Leben, wie sehr “hat man es im Griff”. Starke Persönlichkeiten mit einem gut entwickelten Selbstvertrauen haben in der Regel auch ein gutes Selbst-Management und sind beruflich oft als Führungskräfte mit ausgeprägtem Leadership-Charakter anzutreffen.

Es zeichnet beispielsweise ein reifes und zufriedenes Selbst-Management aus, wenn man verschiedene Lebensbereiche in einer guten Balance pflegt und weiterentwickelt. Menschen, die nur für berufliche Werte und Karriere leben, sind oft exponiert und straucheln im Leben dann eher, wenn dieser eine Bereich weg fällt (Verlust einer Führungsposition durch Kündigung). Menschen, welchen es gelingt, – beispielsweise die Lebensbereiche Beruf, Lebenspartner, Kinder, eigene Persönlichkeit und Hobbies – in Einklang zu bringen, also ihr Leben zu “diversifizieren”, haben ein ausbalancierteres und stabileres Selbst-Management.

Selbst-Motivation

Was treibt uns an, wie motivieren wir uns, wie motivierbar ist ein Mitarbeiter, was vermag ihn zu begeistern? Leidenschaft und Emotionen sind oft ein starker und nachhaltige Leistungsmotor innenorientierter Menschen, die sehr genau wissen, weshalb sie etwas für welche Werte und Ziele tun. Im Gegensatz dazu steht die extrinsische Motivation, welche Impulse von außen benötigt (Gehalt, Status, gesellschaftliche Konventionen, Bedeutung des Äußeren usw.).

Empathie

Wie sehr geht eine Führungskraft auf die Mitarbeiter ein, wie gut kann sie sich in deren Lage versetzen und deren Sichtweise verstehen und nachvollziehen? Empathie ist oft ein besonders ausgeprägtes Merkmal sozialkompetenter Führungskräfte, die es verstehen, sich in verschiedene Mitarbeiterpersönlichkeiten hineinzuversetzen, deren Lebenswerte und Motive zu (er)kennen und deren Probleme zu verstehen.

Empathische Menschen interessieren sich beruflich und privat stark für andere, können oft gut und aktiv zuhören, nehmen Anteil an deren Gefühlslagen und Lebensträumen und haben meistens auch ein feines Sensorium dafür, “wie andere ticken”, was sie bedrückt, wonach sie sich sehnen und was sie antreibt. Es sind meistens die stark akzeptierten Führungskräfte, welchen es auch sehr gut gelingt, dadurch auf Vertrauen basierende, motivierte und harmonische Teams aufzubauen.

Sinn, Werte, Visionen

Was ist uns in unserem Leben wichtig, welche Werte bedeuten uns viel, was spornt uns an, wofür setzen wir uns ein, welches sind unsere Grund- und Lebenswerte, was bedeutet uns viel, was eher wenig? Solche Werte können Erfolg, Harmonie, Partnerschaft, Karriere, Selbstverwirklichung, Kinder und Familie oder materielle Ziele und mehr sein. Die anschaulichste Definition der vor allem auch für die Führungspraxis und Motivationskunst großen Bedeutung von Visionen liefert wohl Saint Exupéry mit seiner pragmatischen Metapher: “Wer ein Schiff bauen will, sollte seinen Leuten nicht Hammer und Nägel geben, sondern in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer wecken”.

Sinne, Werte und Visionen sind eine Art Lebenskompass und Leitlinie, die helfen, seinen Platz im Leben und in der Gesellschaft zu definieren und zu finden. Werte und Visionen können sehr unterschiedlicher Art und Ausprägung sein und verschiedenen Ansprüchen folgen, bei einen können es materielle Visionen wie Reichtum, Eigenheim und Autos sein, bei anderen Menschen soziales Engagement, Entwicklungsziele der eigenen Persönlichkeit, gar die Erreichung eines Lebensziels oder beispielsweise beruflich in der Forschung ein sehr bedeutsames Ziel zu erreichen.

Sehr erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten und politisch charismatische Führer waren oft ausgesprochen visionär – und verstanden es, ihre Visionen erfolgreich zu kommunizieren. Wichtig ist dabei allerdings auch, wie sehr man solche Werte und Visionen zu verinnerlichen und ihnen dann konsequent zu folgen vermag und sie verwirklichen kann.

 

Geschichtliche Essenz No.63 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

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5. APRIL 1914

In einem Fußball-Länderspiel in Amsterdam trennen sich die Niederlande und das Deutsche Reich 4:4.
In Dublin wird die irische Frauenorganisation Cumann na Bann gegründet, die im irischen Unabhängigkeitskampf eine wichtige Rolle spielt.

5. APRIL 1964

In Washington stirbt im Alter von 84 Jahren US-General Douglas MacArthur, Oberkommandierender der alliierten Streitkräfte im Pazifik während des Zweiten Weltkrieges.
Der Premierminister von Bhutan, Jigme Palden Dorji, wird in der bhutanesischen Stadt Phuntsoling durch Revolverschüsse ermordet. Hohe Militärs, die man der Beteiligung an dem Attentat beschuldigt, werden festgenommen.

5. APRIL 1989

Nach neunwöchigen Verhandlungen unterzeichnen Regierung und Opposition in Polen ein Abkommen über politische und wirtschaftliche Reformen.
Das Bundeskabinett in Bonn beschließt schärfere Einreisebestimmungen für Polen sowie die Aufhebung der Visumfreiheit für Ausländer unter 16 Jahren. Die Maßnahmen sollen den “Asylmissbrauch” eindämmen.