Geschichtliche Essenz No.65 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

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7. APRIL 1914

Die Zweite Kammer des Landtages von Elsass-Lothringen verurteilt in einem mehrheitlich gebilligten Antrag den Sprachen-Erlass der Regierung für höhere Schulen. Dieser schreibt die Benutzung der deutschen Sprache, d. h. ein Verbot des Französischen und der Dialekte auf dem Schulgelände vor.

7. APRIL 1964

Samuel Becketts Einakter „Spiel“ (Play) kommt nach der englischsprachigen Erstaufführung in New York am 4. Januar nun auch in Großbritannien auf die Bühne. Die Premiere findet am National Theatre at the Old Vic in London statt.
Der britische Studentenverband nimmt in Swensea mit 1187 zu 806 Stimmen eine Resolution an, in der ein „straffreies Liebesleben“ für die Studenten gefordert wird. Die Resolution wendet sich in erster Linie gegen die „schweren Bestrafungen“ von Studenten, die spätabends noch Mädchen in ihren Zimmern empfangen.
Bundesgesundheitsministerin Elisabeth Schwarzhaupt ruft in ihrer Rede zum Weltgesundheitstag in Bonn zu einem verstärkten Kampf gegen die Tuberkulose in aller Welt auf.
Ein venezolanischer Öltanker (36 000 BRT) rammt die bislang größte Spannbetonbrücke der Welt über den Maracaibo-See in Venezuela. Ein Teil der Brücke stürzt ins Wasser und reißt vier Autos mit in die Tiefe.

7. APRIL 1989

In Wien wird eine Mordserie in einem Krankenhaus aufgedeckt. Drei Hilfspflegerinnen und eine Krankenschwester sollen seit 1983 mindestens 49 alte und schwerkranke Patienten getötet haben.
Ein sowjetisches Atom-U-Boot gerät im Nordmeer vor der norwegischen Küste in Brand und sinkt. 42 der 69 Besatzungsmitglieder kommen ums Leben.
Der brasilianische Staatspräsident José de Ribamar Sarney verkündet ein Programm zur Erhaltung der Amazonas-Regenwälder. Es sieht die Schaffung von Naturschutzgebieten und die Einrichtung einer Umweltstiftung vor. Die Abholzung des Urwalds soll in Zukunft nicht mehr subventioniert, der Export von unbearbeitetem Holz verboten werden.

Der große ZIDANE und Real Madrid!

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Regiert bald ein Franzose die Königlichen aus Madrid?

Der frühere Welt- und Europameister Zinedine Zidane (41) soll 2016 neuer Real-Trainer werden und den Italiener Carlo Ancelotti (54, Vertrag bis 2016) beerben. Das berichtet das französische Wochenblatt France Football.
Zidane, der von 2001 bis 2006 in Madrid spielte und 2002 gegen Bayer Leverkusen das Champions-League-Finale (2:1) gewann, ist derzeit Co-Trainer von Ancelotti, macht gerade seinen Trainerschein.
„Zizou“ hat hohe Ziele: „Ich habe seitdem einiges ausprobiert, aber ich fühle mich zum Trainer berufen.“
Der Franzose war bei Real bereits Sportdirektor, Jugend-Trainer und Berater des Verwaltungrates.
Zidane selbstbewusst: „Ich werde ein ehrgeiziger Trainer sein, sowohl was die Spielweise als auch was die Titel angeht. Ich bin als Spieler wie als Trainer ein Draufgänger.“Schon jetzt steht Zidane bei Real Madrid auf dem Trainingsplatz, kümmert sich vornehmlich um die Offensivabteilung. In zwei Jahren soll er das alleinige Sagen haben.

Was für den den dreimaligen Weltfussballer spricht: Er gilt als Ziehsohn von Real-Boss Florentino Perez, der den Franzosen 2001 für 76 Mio Euro von Juventus Turin nach Madrid holte.

Geschichtliche Essenz No.64 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

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6. APRIL 1914

Die US-amerikanische Regierung erklärt sich in einem Vertrag mit Kolumbien bereit, 25 Millionen US-Dollar (106,3 Millionen Mark) Entschädigung wegen des Verlustes von Panama zu zahlen. Die ehemalige kolumbianische Provinz war 1903 im Zusammenhang mit dem Bau des Panamakanals auf Betreiben der US-amerikanischen Regierung von Kolumbien abgefallen.

6. APRIL 1964

Zwei belgische Ärzte werden in Tongerlo bei Antwerpen wegen unterlassener Hilfeleistung verhaftet. Sie hatten sich im Rahmen des seit sechs Tagen andauernden Ärztestreiks geweigert, ein an Lungenentzündung erkranktes Kind zu behandeln. Der 18 Monate alte Junge verstarb kurz darauf.
Franz Rompza gewinnt in der Karl-Rau-Halle in Heidenheim das internationale Degenfechtturnier um den von Bundeskanzler Ludwig Erhard gestifteten Heidenheimer Pokal.

6. APRIL 1989

Die Hamburger Illustrierte „stern“ veröffentlicht einen Bericht über die Beteiligung bundesdeutscher Firmen an der Errichtung eines Raketenzentrums im Irak. Danach wird wegen des Verdachts illegaler Militärexporte gegen eine Tochterfirma des Konzerns Messerschmitt-Bölkow-Blohm ermittelt.

Wissensessenz No.1

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EMOTIONALE INTELLIGENZ MACHT ERFOLGREICH!

Unter Emotionaler Intelligenz versteht man Qualitäten wie das Bewusstsein und die Kontrolle der eigenen Gefühle, Einfühlungsvermögen in andere Menschen und die Fähigkeit, Emotionen so zu steuern, dass sich die Lebensqualität und Leistung und Verhalten im betrieblichen Leben verbessern. Emotionale Intelligenz basiert auf den fünf Elementen: Selbstwahrnehmung, Motivation, Selbstregulierung, Empathie, und soziale Fähigkeiten.

Ähnlich wie fachliche Kompetenz im Laufe des Lebens erlernt werden muss, ist emotionale Kompetenz dem Menschen ebenfalls nicht von Natur aus gegeben. So, wie der IQ die Basis für fachliche Kompetenz bildet, stellt die EI die Grundlage für die emotionale Kompetenz dar. Emotionale Kompetenz ist daher, wie die fachliche Kompetenz auch, erlernbar, kann diese aber nicht ersetzen.

Ganzheitliche Intelligenz: IQ und EQ gehören zusammen

Längst ist man sich bewusst, dass es nicht ausreicht, über einen überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten (IQ) zu verfügen, sondern dass die Emotionale Intelligenz (EQ) für ein glückliches und erfolgreiches Leben privat und beruflich, vor allem auch als Führungskraft, genau so wichtig ist. EQ beinhaltet Eigenschaften wie die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung, Selbstmotivation, Selbst-Management sowie Empathie, Lebenssinn und Zukunftsgestaltung. Früher meinte man, dass der autoritäre, den Weg weisende Mann, die beste Führungsraft ist. Heute weiß man, dass es nicht der „Führer“, sondern viel mehr und öfters der empathische „Versteher“ ist, der das Vertrauen seiner Mitarbeiter gewinnt, weiß wie diese motiviert werden können und welches ihre Bedürfnisse sind.

Die fünf Lebensbereiche emotionaler Intelligenz

Ganzheitlich verstandene und für die Führungs- und Lebenspraxis relevante emotionale Intelligenz basiert auf den folgenden fünf Lebens- und Persönlichkeitsbereichen. Die nachfolgenden Elemente emotionaler Intelligenz sind oft und in vielen Bereichen auch Merkmale fähiger und talentierter Führungskräfte, emotionale Intelligenz manifestiert sich privat und beruflich oft auf ähnliche Art und Weise.

Selbst-Wahrnehmung

Wie erkennt, beurteilt und sieht sich ein Mitarbeiter, Partner oder Mensch in seinem Selbstbild, ist er eher innen- oder außen orientiert? Menschen tendieren dazu, in ihrem Denken und Handeln eher innen- oder außen orientiert zu sein. Damit zusammen hängt auch das Selbst- und Fremdbild und die Frage, wie sehr dieses übereinstimmt.

Innenorientiert sind Menschen, die eher nach ihren eigenen persönlichen und individuellen Wertvorstellungen und Überzeugungen leben, während außen orientierte Mitarbeiter und Menschen beispielsweise Impulse, Anerkennung und Orientierung eher außerhalb, bei Autoritäten oder im Freundes- und Bekanntenkreis suchen und finden. Innenorientierte Menschen haben tendenziell ein besser entwickeltes Selbstvertrauen und stabilere Gefühlslagen, als Menschen und Mitarbeiter, die stark von Impulsen und „Rückmeldungen“ von außen abhängig sind.

Selbst-Management

Wie wird Partnerschaft, Leben, Arbeit und Beruf „gemanagt“ und bewältigt, welche Lebensbereiche und Lebenswerte sind wichtig, wie priorisiert man sie, was tut man dafür oder wie geordnet und organisiert hat man sein eigenes Leben, wie sehr „hat man es im Griff“. Starke Persönlichkeiten mit einem gut entwickelten Selbstvertrauen haben in der Regel auch ein gutes Selbst-Management und sind beruflich oft als Führungskräfte mit ausgeprägtem Leadership-Charakter anzutreffen.

Es zeichnet beispielsweise ein reifes und zufriedenes Selbst-Management aus, wenn man verschiedene Lebensbereiche in einer guten Balance pflegt und weiterentwickelt. Menschen, die nur für berufliche Werte und Karriere leben, sind oft exponiert und straucheln im Leben dann eher, wenn dieser eine Bereich weg fällt (Verlust einer Führungsposition durch Kündigung). Menschen, welchen es gelingt, – beispielsweise die Lebensbereiche Beruf, Lebenspartner, Kinder, eigene Persönlichkeit und Hobbies – in Einklang zu bringen, also ihr Leben zu „diversifizieren“, haben ein ausbalancierteres und stabileres Selbst-Management.

Selbst-Motivation

Was treibt uns an, wie motivieren wir uns, wie motivierbar ist ein Mitarbeiter, was vermag ihn zu begeistern? Leidenschaft und Emotionen sind oft ein starker und nachhaltige Leistungsmotor innenorientierter Menschen, die sehr genau wissen, weshalb sie etwas für welche Werte und Ziele tun. Im Gegensatz dazu steht die extrinsische Motivation, welche Impulse von außen benötigt (Gehalt, Status, gesellschaftliche Konventionen, Bedeutung des Äußeren usw.).

Empathie

Wie sehr geht eine Führungskraft auf die Mitarbeiter ein, wie gut kann sie sich in deren Lage versetzen und deren Sichtweise verstehen und nachvollziehen? Empathie ist oft ein besonders ausgeprägtes Merkmal sozialkompetenter Führungskräfte, die es verstehen, sich in verschiedene Mitarbeiterpersönlichkeiten hineinzuversetzen, deren Lebenswerte und Motive zu (er)kennen und deren Probleme zu verstehen.

Empathische Menschen interessieren sich beruflich und privat stark für andere, können oft gut und aktiv zuhören, nehmen Anteil an deren Gefühlslagen und Lebensträumen und haben meistens auch ein feines Sensorium dafür, „wie andere ticken“, was sie bedrückt, wonach sie sich sehnen und was sie antreibt. Es sind meistens die stark akzeptierten Führungskräfte, welchen es auch sehr gut gelingt, dadurch auf Vertrauen basierende, motivierte und harmonische Teams aufzubauen.

Sinn, Werte, Visionen

Was ist uns in unserem Leben wichtig, welche Werte bedeuten uns viel, was spornt uns an, wofür setzen wir uns ein, welches sind unsere Grund- und Lebenswerte, was bedeutet uns viel, was eher wenig? Solche Werte können Erfolg, Harmonie, Partnerschaft, Karriere, Selbstverwirklichung, Kinder und Familie oder materielle Ziele und mehr sein. Die anschaulichste Definition der vor allem auch für die Führungspraxis und Motivationskunst großen Bedeutung von Visionen liefert wohl Saint Exupéry mit seiner pragmatischen Metapher: „Wer ein Schiff bauen will, sollte seinen Leuten nicht Hammer und Nägel geben, sondern in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer wecken“.

Sinne, Werte und Visionen sind eine Art Lebenskompass und Leitlinie, die helfen, seinen Platz im Leben und in der Gesellschaft zu definieren und zu finden. Werte und Visionen können sehr unterschiedlicher Art und Ausprägung sein und verschiedenen Ansprüchen folgen, bei einen können es materielle Visionen wie Reichtum, Eigenheim und Autos sein, bei anderen Menschen soziales Engagement, Entwicklungsziele der eigenen Persönlichkeit, gar die Erreichung eines Lebensziels oder beispielsweise beruflich in der Forschung ein sehr bedeutsames Ziel zu erreichen.

Sehr erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten und politisch charismatische Führer waren oft ausgesprochen visionär – und verstanden es, ihre Visionen erfolgreich zu kommunizieren. Wichtig ist dabei allerdings auch, wie sehr man solche Werte und Visionen zu verinnerlichen und ihnen dann konsequent zu folgen vermag und sie verwirklichen kann.