Geschichtliche Essenz No.134 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

GB.6

 

3. JULI 1914

In einem halbamtlichen Bericht wendet sich die in Petersburg (heute Leningrad) erscheinende Zeitung “Nowoje Wremja” gegen die Ausbeutung persischer Erdölvorkommen durch Großbritannien. Das Vorhaben greift nach Ansicht der Zeitung in unannehmbarer Weise in russische Interessensphären ein und wird somit zum Prüfstein der beiderseitigen politischen Beziehungen.
Zwischen den US-amerikanischen Städten New York und San Francisco wird erstmals eine Fernsprechleitung in Betrieb genommen. Sie überbrückt eine Entfernung von 4500 km.
In Köln beginnt die zweitägige siebte Jahreshauptversammlung des Deutschen Werkbundes. Sie wird bestimmt von einer Auseinandersetzung zwischen dem deutschen Architekten und Kunstschriftsteller Hermann Muthesius und dem belgischen Kunstgewerbler Henry van de Velde über die Typisierung von Formen. Muthesius plädiert dabei für standardisiertes Industriedesign, van de Velde dagegen weiterhin für individuelle Formen.

3. JULI 1964

Der deutsche Spielfilm “Die Zeit der Schuldlosen” von Thomas Fantel mit Erik Schumann, Peter Pasetti und Wolfgang Kieling in den Hauptrollen wird erstmals in den Kinos gezeigt.
Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle trifft zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Bonn ein. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Europapolitik und die deutsch-französischen Beziehungen.
Im Finalspiel der internationalen englischen Tennismeisterschaften in Wimbledon siegt der Australier Roy Emerson mit 6:4, 12:10, 4:6, 6:2 über seinen Landsmann Fred Stolle.

3. JULI 1989

Das IBM-Werk in Sindelfingen beginnt als erstes europäisches Werk mit der Serienfertigung von 4-Megabit-Speicherchips.
Der Oberste Gerichtshof der USA schränkt das Recht auf Abtreibung erheblich ein.

Geschichtliche Essenz No.133 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

GB.6

2. JULI 1914

Das französische Abgeordnetenhaus in Paris nimmt mit 544 gegen 16 Stimmen einen Antrag der Sozialisten zur Einführung des Verhältniswahlrechts an. Bisher gilt bei Parlamentswahlen in Frankreich das Mehrheitswahlrecht.

2. JULI 1964

US-Präsident Lyndon B. Johnson unterzeichnet das Bürgerrechtsgesetz zur Aufhebung der Rassendiskriminierung in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Richard Freiherr von Weizsäcker tritt in Berlin (West) die Nachfolge von Reinhold von Thadden-Trieglaff als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages an.

2. JULI 1989

Die deutsche Damenfußball-Nationalmannschaft gewinnt mit einem 4:1-Erfolg über Titelverteidiger Norwegen in Osnabrück die Europameisterschaft.
Der Deutsche Darstellerpreis des Bundesverbandes der Fernseh- und Filmregisseure geht in München an Hannelore Hogner und Otto Sander.
Bei der Explosion einer Autobombe vor einer Wohnsiedlung der britischen Armee in Hannover wird ein Soldat getötet, seine Frau sowie vier Kinder werden verletzt. Zu dem Anschlag bekennt sich die irische Untergrundorganisation IRA.
Der CSU-Vorsitzende Theo Waigel bekräftigt auf dem Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Schlesien in Hannover den Willen zur Wiedervereinigung Deutschlands und den unveränderten Anspruch auf die zu Polen gehörenden Gebiete östlich von Oder und Neiße.
In Moskau stirbt 79jährig Andrei Gromyko, der 28 Jahre lang Außenminister und danach bis 1988 Staatschef der Sowjetunion war.
Das algerische Parlament verabschiedet ein Gesetz, das die Gründung “politischer Vereinigungen” neben der Einheitspartei FLN zuläßt. Damit wird der Weg zu einem Mehrparteiensystem geebnet.