Nachdenker des Tages No. 4

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Mann von gesteinigter Pakistanerin soll frühere Ehefrau getötet haben

Der Mann, dessen schwangere Ehefrau in Pakistan wegen der Liebesheirat mit ihm gesteinigt wurde, hat nach Angaben der Polizei eine frühere Ehefrau getötet. Der Mann habe eingeräumt, aus Liebe zu dem nun gesteinigten Opfer seine erste Frau ermordet zu haben, sagte der Chefermittler der Polizei in dem Fall, Rana Akhtar Mahmood.

Der Sohn aus erster Ehe habe dem Vater nach Zahlung eines in der Scharia-Gesetzgebung des Landes vorgesehenen Blutgeldes vergeben. Daraufhin sei der Mann vor drei oder vier Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden.

Nach seiner Festnahme wehrte sich der Vater der Toten gegen Mord-Vorwürfe

Dessen 25-jährige Ehefrau war am Dienstag vor dem höchsten Gericht in der ostpakistanischen Metropole Lahore unter anderem von ihrem Vater, anderen Angehörigen und ihrem Ex-Verlobten gesteinigt worden. Nach seiner Festnahme hatte der Vater die Tat nach Angaben der Polizei damit begründet, dass die Liebesheirat seiner Tochter Schande über die Familie gebracht habe.

Ermittler Mahmood sagte, am Freitag seien außerdem zwei Cousins und ein Onkel der jungen Frau sowie ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden. Ein Bruder und der Ex-Verlobte seien weiterhin auf der Flucht.

Nach Angaben der Polizei hatte die Frau ihren mehr als 15 Jahre älteren Ehemann im Januar gegen den Willen ihrer Familie geheiratet. Der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif hatte die Steinigung als „vollkommen inakzeptabel“ bezeichnet und die Behörden angeordnet, den Fall aufzuklären.

Herzschlagdestillat No.17 – Wer genau sagte was?

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„ALLES, WAS SCHIEFGEHEN KANN, WIRD AUCH SCHIEFGEHEN!“

Edward Aloysius Murphy (1918-1990)

So lautet die Hauptregel von „Murphy’s Law“. Doch der Namensgeber, der US-amerikanische Luftfahrtingenieur Edward Aloysius Murphy, hat das nie so gesagt! Er warnte nur mit folgenden Satz zur Vorsicht bei neuen Konstruktionen: „Wenn es mehr als eine Möglichkeit gibt, eine Sache zu erledigen, und eine endet in einem Desaster, dann findet sich jemand, der diesen Weg einschlägt!“ Der Satz hatte also nichts von dem Galgenhumor und Fatalismus, der heute oft mit „Murphy’s Law“ verbunden wird!

Geschichtliche Essenz No.109 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

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30. MAI 1914

Im schweizerischen Basel treffen sich deutsche und französische Parlamentarier, um über Möglichkeiten zur internationalen Friedenssicherung und zur Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses zu diskutieren. Die entsprechenden Kontakte werden insbesondere von den sozialistischen Fraktionen gepflegt; Abgeordnete aus beiden Staaten hatten sich bereits am 11. Mai 1913 in Bern (Schweiz) getroffen.

30. MAI 1964

Die Gimpel Fils Gallery in London eröffnet eine Ausstellung (30. 5.-15. 8.) mit z.T. noch nie öffentlich gezeigten Bildern des spanischen Malers, Grafikers und Bildhauers Pablo Picasso.
Über die vom Typhus heimgesuchte schottische Stadt Aberdeen wird eine Teil-Quarantäne verhängt. Die Bevölkerung wird aufgefordert, die Stadt möglichst nicht zu betreten oder zu verlassen.

30. MAI 1989

Auf einer Umweltministerkonferenz sechs mitteleuropäischer Staaten und der UdSSR in Prag wird vereinbart, in West- und Osteuropa einheitliche Normen bezüglich der Verschmutzung von Luft und Wasser aufzustellen.
Zum Abschluss des NATO-Gipfels in Brüssel wird der sog. Raketenstreit durch einen Kompromiss beigelegt. In der Schlusserklärung des Gipfels wird festgestellt, dass die „Modernisierung“ der umstrittenen nuklearen Kurzstreckenraketen bis 1992 aufgeschoben und dann vom Erfolg der im März begonnenen KSE-Gespräche abhängig gemacht wird.
Die Berliner Philharmoniker spielen unter dem US-amerikanischen Dirigenten James Levine erstmals seit dem Bau der Mauer in Ost-Berlin.

Nachdenker des Tages No.3

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Familie steinigt schwangere Frau – Vater sieht sich im Recht

Man vermag sich nicht vorzustellen, was in den Köpfen solcher Menschen vorgehen muss: Nach der Steinigung seiner schwangeren Tochter in der ostpakistanischen Metropole Lahore hat der Vater der 25-Jährigen die Tat als gerechtfertigt verteidigt. Ein Polizeisprecher sagte am Mittwoch, der Vater habe die Tötung seiner Tochter am Vortag gestanden. Er habe zur Begründung angegeben, dass deren Liebesheirat Schande über die Familie gebracht habe.

Der Vater, andere Verwandte und der Ex-Verlobte der Frau hatten dem Opfer am helllichten Tag vor dem Höchsten Gericht in der ostpakistanischen Metropole Lahore mit Ziegelsteinen den Schädel eingeschlagen.

Entsetzen in Pakistan

Nach dem sogenannten Ehrenmord war nur der Vater festgenommen worden. Die Polizei suchte weiter nach anderen Tätern. Nach Angaben der Polizei war die 25-Jährige, die im Januar gegen den Willen ihrer Familie geheiratet hatte, im dritten Monat schwanger.

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Die Steinigung sorgte in Pakistan für Entsetzen. Die pakistanische Menschenrechtskommission (HRCP) warf den Behörden Versagen dabei vor, die Bürger zu schützen. Hilfsorganisationen verzeichnen in dem streng konservativen islamischen Land jedes Jahr rund 1500 solcher Morde.

Herzschlagdestillat No.16 – Wer genau sagte was?

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„ALLES NEU MACHT DER MAI!“

Hermann Adam von Kamp (1796-1867)

So begann ein Wanderlied, das der deutsche Dichter Hermann Adam von Kamp im Jahr 1818 dichtete. „Macht die Seele frisch und frei. Lasst das Haus, kommt hinaus!“ geht der Text weiter. Das Lied ist heute kaum noch bekannt.