Geschichtliche Essenz No.45 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

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16. MÄRZ 1914

Die Frau des radikalsozialistischen französischen Finanzministers Joseph Caillaux erschießt in Paris den Chefredakteur der französischen Tageszeitung „Figaro“, Gaston Calmette…
Wegen der Obstruktionspolitik der tschechischen Vertreter im österreichisch- ungarischen Reichsrat beschließt die Regierung in Wien, künftig mit kaiserlichen Notverordnungen gemäß 14 der Verfassung zu regieren…
In Petersburg (heute Leningrad) beschließen der Finanz- und der Agrarausschuss des russischen Reichstages (Duma) zum Schutz der Landwirtschaft die Einführung eines Einfuhrzolls für eine Reihe von Agrarprodukten…

16. MÄRZ 1964

US-Präsident Lyndon B. Johnson ruft zu einem nationalen „Feldzug gegen die Armut“ auf….
Das libysche Parlament fordert einstimmig die vorzeitige Auflösung der Verträge mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika über militärische Stützpunkte in Libyen…

16. MÄRZ 1989

Durch die Erhöhung des Kinder- und Erziehungsgeldes wenden CDU/CSU und FDP eine Koalitionskrise in Bonn ab…
Das jugoslawische Parlament in Belgrad wählt den kroatischen Wirtschaftsfachmann Ante Markovic zum neuen Ministerpräsidenten…
Das Berliner Abgeordnetenhaus wählt mit den 72 Stimmen der neuen Regierungskoalition den SPD-Politiker Walter Momper zum Regierenden Bürgermeister…

Dreieinhalb Jahre Gefängnis, oder 9 Dinge, die man dafür anstellen kann!

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Uli Hoeneß muss wegen Steuerhinterziehung für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Nach Meinung von Richter Rubert Heindl hat er bei seinem Urteil sogar noch Milde walten lassen. Kritiker hingegen wenden ein, die Strafe sei im Verhältnis zu anderen Verfehlungen viel zu hoch ausgefallen. Wie auch immer. Ich bin einmal der Frage nachgegangen, was Sie für rund dreieinhalb Jahre Knast sonst noch alles anstellen können:

 

1. Sie können betrunken im Flugzeug randalieren

Anfang Januar wollte sich ein angetrunkener russischer Passagier auf dem Weg von Moskau in den ägyptischen Badeort Hurghada in 12.000 Metern Höhe eine Zigarette gönnen. Dumm nur, dass auch auf diesem Flug Rauchverbot herrschte. Darüber geriet der Passagier so in Rage, dass er auf ein Crew-Mitglied einschlug und einem anderen Fluggast die Nase brach. Ein Gericht in Moskau verurteilte den Rowdy zu 36 Monaten Haft. Sein Glück: Die Staatsanwaltschaft hatte achteinhalb Jahre Straflager gefordert – wegen versuchter Flugzeugentführung.

2. Einen Secondhand-Laden überfallen

Tatmotiv: Hunger. Das hat ein Brüderpaar aus der Nähe von Darmstadt Ende 2011 hinter Schloss und Riegel gebracht. Das Duo hatte sich zuvor bei ihrem größeren Bruder durchgefuttert. Als der seinen Job verlor und von staatlicher Hilfe leben musste, waren die zwei Jüngeren auf sich allein gestellt. Auf Hartz IV hatten sie keine Lust, arbeiten gehen kam für sie aber auch nicht infrage. Der Bruch mit dem Gesetz war die logische Folge. Auf der Suche nach etwas Essbarem – besser gesagt: einem Finanzierungsweg dafür – überfiel das Brüderpaar von Oktober 2010 bis März 2011 nacheinander eine Videothek, einen Secondhand-Laden und einen Buchladen. Die Richterin kannte kein Pardon: dreieinhalb Jahre Haft wegen besonders schwerer und schwerer räuberischer Erpressung.

3. Sich für Meditation begeistern

Falun Gong ist eine religiöse Bewegung in China zur Kultivierung von Körper und Geist. Aktivisten meditieren in aller Öffentlichkeit – was dem strengen Regime natürlich ein Dorn im Auge ist. Deshalb hat es die Bewegung verbieten lassen. Genau dieses Verbot ist einer Bibliothekarin in Shanghai zum Verhängnis geworden. Weil sich die gute Frau im Internet über Falun Gong informierte und Flugblätter drucken lassen wollte, wurde sie kurzerhand ins Gefängnis gesteckt. Der Prozess stellte sogar den von Uli Hoeneß in den Schatten. Er dauerte gerade mal einen halben Tag.

4. Als Terrorhelfer bei Al-Kaida mitmachen

In Hamburg wird gerade einem Deutsch-Afghanen der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Mitglied im Terrornetzwerk Al-Kaida zu sein. Laut Anklage wollte sich der 27-Jährige seit Anfang 2009 am „Heiligen Krieg“ beteiligen. Unter dem Einfluss seines Bruders habe er sich radikalisiert und schließlich in Pakistan zunächst bei einer militanten islamistischen Bewegung und dann bei Al-Kaida an Waffen ausbilden lassen. Auf seiner Flucht nach Bulgarien wurde er geschnappt. Die Staatsanwaltschaft fordert dreieinhalb Jahre Gefängnis.

5. Marihuana an Jugendliche verkaufen

Seine Drogen hat der 24-Jährige sogar auf dem Spielplatz vertickt. Um seine Einkünfte aus Hartz IV aufzubessern, hat ein Mann aus Aachen regelmäßig Kindern und Jugendlichen Marihuana beschafft – in mehr als 400 Fällen. Seine jüngsten Kunden waren 14 Jahre alt. Dafür hat ihn das Landgericht Aachen mit einer drastischen Gefängnisstrafe belegt. Der Grund für die Strafzumessung: Dem Dealer war vorbestraft, ihm war es gerichtlich untersagt, sich Personen unter 18 zu nähern.

6. EU-Gesetze mitbestimmen und sich dafür schmieren lassen

Fast parallel zum Hoeneß-Prozess hat sich im Nachbarland Österreich eine Aufsehen erregender Gerichtsverhandlung abgespielt. Der frühere Innenminister und EU-Abgeordnete Ernst Strasser (ÖVP) ist am Donnerstagabend wegen Bestechlichkeit zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Grund: Strasser soll als früherer ÖVP-Delegationsleiter im Europäischen Parlament – von Lobbyisten bezahlt – Einfluss auf bestimmte EU-Gesetze genommen haben. Der Politiker will das Urteil des Wiener Straflandesgerichts noch anfechten.

7. Omas die Handtasche klauen

Wie kann man sich nur an älteren Damen vergehen? Ein Mann aus Zeitz bei Halle an der Saale kannte offenbar überhaupt keine Hemmschwelle. Gleich 14 Handtaschen-Überfälle gingen 2007 auf sein Konto. Das Beuteschema des Täters: Omas zwischen 70 und 86, die er hinterrücks überfiel. Einer Frau brach er dabei sogar einen Finger. Das Wachpersonal im Gefängnis war hoffentlich nicht so wehrlos…

8. Unschuldige Heimbewohner ans Bett fesseln lassen

Unglaublich aber wahr: Diese Tat ging von einem Richter aus. Der Jurist fungierte als Vormundschaftsrichter. In dieser Funktion ließ er reihenweise Pflegebedürftige ohne die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung mit Bauchgurt oder Gittern ans Bett fesseln. Seine Verfehlungen versuchte der Richter auch noch zu vertuschen – indem er Protokolle von Anhörungen erstellte, die niemals stattfanden.

9. Heimlich Nacktaufnahmen von Frauen machen

Sollten Sie tunlichst unterlassen, zumindest wenn Sie als Arzt arbeiten. Ein Gynäkologe aus Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) ist vergangenes Jahr zu einer Haftstrafe verurteilt worden, weil er tausende Aufnahmen von seinen Patientinnen gemacht hat – ohne deren Wissen. Der Arzt habe seine Beratungs- und Betreuungsfunktion ausgenutzt und in mehr als 1400 Fällen den höchstpersönlichen Lebensbereich seiner Patientinnen verletzt, befand das Gericht. Pikant: Der Fall flog erst auf, als zwei Arzthelferinnen ihren Chef bei der Polizei verpfiffen.

 

Geschichtliche Essenz No.44 – Heute vor 100, 50 und 25 Jahren!

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15. MÄRZ 1914

In einer katholischen Kirche im Berliner Stadtteil Moabit kommt es zu Protesten polnischer Bürger. Sie fordern die Abhaltung der Kommunion für ihre Kinder in polnischer Sprache…

15. MÄRZ 1964

Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle trifft zu einem viertägigen Staatsbesuch in Mexiko ein, wo er von Staatspräsident Adolfo López Mateos empfangen wird…
Im Endspiel um den Weltmeistertitel im Hallenhandball in Prag siegt die rumänische Mannschaft mit 25:22 Toren über Schweden…
Beim Dortmunder Reitturnier gewinnt der Elmshorner Kurt Jarasinski auf Torro das „Championat von Dortmund“…

15. MÄRZ 1989

Das Zentralkomitee der KPdSU beschließt eine Reform der sowjetischen Landwirtschaft. Das Pachtsystem soll ausgeweitet werden; die staatlichen Kollektivbetriebe bleiben aber erhalten…
Der ägyptische Staatspräsident Husni Mubarak beendet einen zweitägigen Besuch in der Bundesrepublik Deutschland…

Drei Gründe, warum JA-Sagen erfolgreich und glücklich macht!

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Ja | sa | ger: Substantiv, maskulin, abwertend. Der deutsche Wortgebrauch ist laut Duden nicht schmeichelhaft zu Leuten, die viel Ja sagen. Zu den gängigen Bedeutungen und Assoziationen von Ja-Sagern gehören: klein beigeben, keine Meinung haben, ausnutzen lassen, unterwürfig oder überangepasst sein, nachgeben, zurückstecken, Mitläufer. Auf der Webseite der AOK kann man sogar einen Test machen und sich zum Nein-Sager kurieren lassen.

In meinem Plädoyer zum Ja-Sagen möchte ich nicht beschönigen, dass die genannten Eigenschaften nachahmenswert wären. Aber ich möchte das Wörtchen „Ja“ und die häufige Anwendung des selbigen vom Image seines gleichgültigen Stiefbruders – nennen wir ihn besser „Jaja“ – befreien und behaupten: Ja-Sager sind glücklicher und erfolgreicher. „Ja“ als Lebensmotto bringt mehr Menschen, Erlebnisse, Möglichkeiten, Spontaneität, Mut und Tatsachen in euer Leben. Auch wenn aus Prioritäts- und Disziplin-Gründen ab und zu ein Nein erforderlich ist, eine bejahende Grundeinstellung bringt euch zum Beispiel in diesen beruflichen Situationen weiter:

Netzwerken:

Jeder kennt diese Momente, in denen man nach einem langen Arbeitstag einfach seine Ruhe haben, sich nicht von Branchenkollegen auf Networking-Events mit Sales-Pitches das Ohr abkauen lassen oder seine wertvolle Mittagspause stehlen lassen möchte. Sicherlich besteht die Gefahr, dass in 50 Prozent aller beruflichen Treffen mit neuen Personen eine dieser Situationen eintritt. Nur weiß man nicht, ob das nächste Meeting nicht doch zu den anderen 50 Prozent gehört, die in neuen Inspirationen, Perspektiven oder langfristigen Business-Partnerschaften münden. Wer nie müde wird, andere Menschen in sein Leben zu lassen, aktiv zuhört und sich auf den Gesprächspartner einlässt, hat viel mehr gewonnen. Und selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, ein bezahltes Mittagessen oder Freigetränk könnte trotzdem als Trostpreis herausspringen.

Probleme lösen und Ideen generieren:

Die wichtigste Regel beim Brainstorming heißt: Alle Ideen sind erlaubt. Gefiltert und sortiert wird später. Auch bei anderen Kreativitätstechniken, wie dem Assoziieren oder Improvisieren, bedeutet ein Nein die Vollbremsung, die sich übrigens auch als „Ja, aber“ tarnen kann. Wer vor neuen Problemen oder kreativen Herausforderungen steht, sollte jeden Gedanken erst einmal zulassen und lieber „warum nicht?“ sagen, so abwegig, unrealistisch oder langweilig er erst einmal erscheinen mag. Wer in einem Team arbeitet, das diese Einstellung teilt, kann auf diesem Weg weiterspinnen, bis aus der einst absurden Idee die beste Marketing-Kampagne des Jahres entsteht.

Tatsachen schaffen:

Ein „Ja“ ist ein Commitment, anderen und vor allem sich selbst gegenüber. Es ist kein „Vielleicht“, was bei Event-Einladungen grundsätzlich abgeschafft werden sollte. Es ist keine Option, sondern der Beginn eines Plans. Mit der Umsetzung, und sei es zunächst einmal nur der erste Schritt, hat man mehr getan als die meisten „eigentlich müsste man mal“-Sager („eigentlich“ – noch so eine verbale Falle). Selbst bei unausweichlichen Situationen kann man mit einer bejahenden Einstellung seine innere Blockade abbauen. Anstelle eines „ich muss“ erledigt sich mit einem „ich werde“ jede Aufgabe gleich viel einfacher.