Von der Manifestation unserer Träume im Inneren

Typisches Telefonat zwischen zwei Freundinnen: 
„Wie geht es dir?“

„Gut“
„Ah prima, dann hat das mit der Beförderung also geklappt.“

So funktioniert unser Denken noch heute. Wir meinen, dass es uns gut geht, wenn etwas scheinbar Positives im Außen passiert. „Wenn ich erst einmal den neuen Job habe, dann wird alles gut“, so denkt es in uns. Oder: „Sobald mein Mann und ich durch diese Krise sind, wird alles gut.“ Oder „Sobald mein Kontostand nicht nur rote Zahlen aufweist, werde ich glücklich werden und endlich meine Vision leben.“

Wenn wir wirklich glücklich werden und ein Leben nach unserer Vision leben möchten, so ist es Zeit für radikales Umdenken, das da heißt: Die Außenwelt reflektiert immer nur unsere Innenwelt. Es geht uns nicht gut, weil etwas Gutes passiert ist, sondern etwas Gutes ist passiert, weil es uns gut geht. Eine Manifestation im Außen ist nicht möglich, wenn nicht vorher eine Manifestation im Feinstofflichen stattgefunden hat. Schauen wir uns ein Bauwerk an, z.B. den Kölner Dom. Es hat nicht einfach jemand einen Haufen Steine an der Stelle des heutigen Doms abgeworfen und angefangen, zu bauen. Nein, zunächst musste jemand die Vision des Doms haben, sie entstand im Kopf eines Architekten, dort nahm der Dom zuerst Form an. Dann wurde er gezeichnet und ein Modell hergestellt und er nahm immer mehr Form an, bis schliesslich der Dom in seiner heutigen Struktur entstand. Entsprungen ist er jedoch dem Innenleben eines einzelnen Menschen. Das ist faszinierend: es braucht nur einen Menschen und einen Geistesblitz um die wundervollsten Dinge in unserem Inneren keimen zu lassen. Dies ist unsere Macht und dies ist die Quelle aller Manifestation.

„Gott würfelt nicht“

Die Außenwelt als Spiegel unseres Innenlebens zu betrachten, ist sehr befreiend. Wir sehen uns nicht mehr als die Opfer einer Welt, die uns von Zeit zu Zeit wahllos mit Schicksalsschlägen bestraft, sondern wir wissen, dass wir die Schöpfer unserer Lebenswirklichkeit sind. Das Universum unterliegt strengen Gesetzen und von denen ist eines das Prinzip von Ursache und Wirkung. Oder wie Albert Einstein schon sagte: „Gott würfelt nicht!“ Wir erkennen, dass die Ursache immer in uns liegt und wir die Wirkung mit eigenen Augen in unseren Lebensumständen erkennen können. Dann können wir schauen, ob wir diese Lebensumstände, die wir sehen, mögen. Wir erkennen zudem, dass das Universum eine Art hat, uns die Dinge, die wir noch nicht in uns geklärt haben, immer und immer wieder im Außen zu präsentieren. Anstatt uns davon komplett aus der Bahn werfen zu lassen, sehen wir uns die Dinge an und sagen „Interessant, dass es immer mir passiert, dass ich pleite bin/betrogen werde/verlassen werde etc. Da ist in mir drinnen offensichtlich etwas zu klären“. Lasst uns also aufhören, wie aufgescheuchte Hühner durch die Welt zu laufen und eine Baustelle nach der anderen zu bearbeiten. Das bringt nichts, es werden immer neue Baustellen auftauchen und wir uns regelrecht erschlagen fühlen. Lasst uns stattdessen nach Innen gehen und erkennen, dass jeglicher Wandel hier beginnt. Immer.

Zeitgeist XLI

Du hast mein ganzes Leben lang
getröstet mich
und in den Arm genommen
hast zugehört
und stets zu mir gehalten
hast Deine Stärke mir geliehen
mir Mut gemacht
und mich begleitet
damit ich sicher jedes Ziel erreiche
das ohne Dich
zu fern gewesen wäre.

Würd’ ich für jede Träne,
die Du mir still getrocknet hast
für jeden liebevollen Rat
den ich von Dir erhielt
für jeden Weg, den ich beschritt
geführt von Deiner Hand
Dir eine Blume heute pflücken
dann wären alle Wiesen kahl
denn so viele Blüten, wie ich brauch’
um Deine Mutterliebe zu vergelten
gibt es nicht auf dieser Welt.

So ist es nur ein kleiner Strauß geworden
in den ich meine Liebe hab’ gebunden
um heute “Danke Dir” zu sagen
an diesem, Deinem Muttertag.

Was bist Du für eine Marke?

Der Mensch stellt sich gern zur Schau, will bewundert und gelobt werden. Wenn aus der Filmkarriere nichts wird, hat er seinen großen Auftritt im Konferenzraum, in der Bahn und im Flugzeug, auf Kongressen und Konferenzen, im Vorstand von Partei, Golfclub und Krabbelgruppe. Damit er immer und überall gut rüberkommt, geht er zum Botoxen und cremt, kauft sich lieber was von Boss oder Marc O‘Polo als von C&A und bucht Körpersprache- und Rhetorikkurse.

Voll normal in einer Welt, in der es keine zweite Chance gibt für den ersten Eindruck. In jeder kleinen Kreisstadt und in jedem Dorf zetteln die, die jeder kennt, vieles an und sind quirlig unterwegs. Sie werden begafft und bewundernd gehasst, und man redet über sie. Was genau? Die einen sagen so, die anderen sagen so. Auch die starke Menschenmarke ist das, was man hinter ihrem Rücken über sie erzählt.

Alles hat seinen Preis, und der Preis, den man zahlt, wenn man zwar kein Star in seinem Metier und auf seinen Bühnen ist, aber immerhin ein Sternchen, ist schnell hoch bis zu hoch. Je nachdem wer und wie der Mensch wirklich ist, wonach er wirklich strebt und wie er Reichtum definiert. Der Münchner Psychologe Siegfried Brockert sieht es so: „Reich ist, wer sagt, jetzt reicht’s.“ Wer es ähnlich sieht, erspart sich viel Hatz und hat mehr Muße für den Müßiggang, wie er ihn definiert. Am besten ist es, wenn er das für sich erkennt, bevor er loslegt mit dem Leben. Dann tritt der Zustand umso eher ein, dass man wieder lebt und nicht länger gelebt wird.

„Es kommt drauf an, was man draus macht“, hieß einmal der Slogan der deutschen Betonindustrie. Beton an sich ist Zement, kleine Steinchen und Wasser, und das Image dieses im Grunde langweiligen Baustoffs war bescheiden. Wenn man dann in den großformatigen Anzeigen die wunderschönen Hängebrücken, preisgekrönten Architektenhäuser und kühn geschwungenen Hallendächer vor stahlblauem Himmel mit den glücklichen Menschen sah, bekam man einen Eindruck davon, was Beton kann. Man träumte sich hinein in diese schönen Welten, und plötzlich war der Eindruck von Beton ziemlich positiv. Der Mensch an sich ist bloß Haut und Knochen und etwas Intellekt und Gefühl. Es kommt auch bei ihm drauf an, was er draus macht. Darauf, wie kühn, phantastisch, vorbildhaft, nachahmenswert es ist. Und darauf, ob es jene Relevanz besitzt, die nur derjenige ihm zuschreiben kann, der ihn erlebt; er selbst sich aber nicht. Human Branding sorgt für diese (im schönsten Sinne des Wortes) Wesentlichkeit.