NIKOLAUS – Geschichte und Bedeutung

img_1505Lasst uns froh und munter sein… zu Nikolaus 2016 stellen wieder viele Leute einen Schuh oder einen Teller vor ihre Tür. Schließlich heißt es, dass der Nikolaus den Kindern in der Nacht vor seinem Feiertag Süßigkeiten oder kleine Geschenke bringt. Mit dem Nikolausabend ist der Abend vor dem eigentlichen Nikolaustag gemeint: also der Abend des 5. Dezember. Der Nikolaustag selbst ist der 6. Dezember.

Doch wer war überhaupt der Nikolaus? Und warum stellen wir am Abend vorher Stiefel vor die Tür?

Nikolaus 2016: Wann ist der Nikolaustag?

Der Gedenktag von Nikolaus ist jedes Jahr am 6. Dezember, denn an einem solchen soll der heilige Nikolaus gestorben sein. Der Nikolaustag wird im gesamten Christentum mit zahlreichen Bräuchen begangen.

Nikolaus 2016: Ist der Nikolaustag ein Feiertag?

Der Nikolaustag ist kein gesetzlicher Feiertag. Das heißt , dass ganz normal gearbeitet wird. Der Nikolaustag ist lediglich ein christlicher Gedenktag.

Gedenktag für einen Heiligen: Wer war eigentlich Nikolaus?

Nikolaus hat wirklich gelebt. Es gibt aber nur wenige gesicherte historische Daten über sein Leben und Wirken. Fest steht, dass es vor vielen Hundert Jahren einen wichtigen Bischof mit diesem Namen gab. In der Überlieferung verschmelzen die Lebensgeschichten des Bischofs Nikolaus von Myra (4. Jahrhundert, gestorben vermutlich im Jahr 343) und des Abts Nikolaus von Sion (6. Jahrhundert). Beide lebten an der Küste Lykiens in der heutigen Türkei. Beide Lebensgeschichten sind wohl miteinander verschmolzen. Zahlreiche Legenden ranken sich um den heiligen Nikolaus.

Allerdings sind sich Fachleute nicht sicher, welche Geschichten über den Nikolaus tatsächlich geschehen sind. Denn nicht alle wurden damals aufgeschrieben. Manche wurden nur weitererzählt. Einige Fachleute glauben, dass sich Nikolaus-Geschichten über verschiedene Menschen im Laufe der Zeit vermischt haben. Wann genau der Bischof gelebt hat, steht nicht genau fest. Er soll aber an einem 6. Dezember gestorben sein. Deshalb erinnern wir uns an diesem Tag an den besonderen Mann.

Nikolaus 2016: Mythen um den Nikolaus

In Geschichten von früher wird erzählt, dass Nikolaus ein guter Mensch war. Er war großzügig und kümmerte sich um arme Leute – wohl besonders um Kinder. Deshalb wird er heute von gläubigen Christen als Heiliger verehrt. So heißt es etwa, Nikolaus‘ Eltern haben ihm ein großes Vermögen hinterlassen, mit dem er Bedürftigen half. Außerdem habe er Mädchen vor der Prostitution bewahrt, unschuldig Verurteilte gerettet und eine Hungersnot abgewendet. Aus den Legenden schälte sich das Bild eines ungewöhnlich menschenfreundlichen Kirchenmannes heraus, volksnah und voller Güte, Mut und Zivilcourage. Nikolaus ist einer der beliebtesten christlichen Heiligen. Heute wird er als Nothelfer und Schutzpatron der Kinder, der Seeleute und vieler weiterer Berufsgruppen verehrt.

Nikolaus 2016: Wer begleitet den Nikolaus?

In vielen Regionen wird bei Nikolaus der sogenannte Einkehrbrauch praktiziert. Dabei kommt der Nikolaus zu den Kindern und fragt, ob sie im vergangenen Jahr brav waren. Antworten liefert ihm auch sein goldenes Buch. Wer artig war, wird mit Süßigkeiten aus dem Nikolaussack belohnt. Oftmals hat der Nikolaus einen finsteren Begleiter bei sich. Dieser ist als Knecht Ruprecht, Hans Muff oder Krampus bekannt. Meist trägt er eine Rute bei sich und nimmt die drohende und strafende Gegenrolle zum gütigen Nikolaus ein. Knecht Ruprecht stellt das gezähmte Böse dar, das im Dienste des Guten steht. Eigentlich ist der finstere Knecht Ruprecht eine Brauchtumserfindung, die immer mehr in Vergessenheit gerät.

Warum stellt man am Nikolausabend Stiefel vor die Tür?

Als sogenannten Einlegebrauch bezeichnet man das nächtliche Füllen von Stiefeln oder Ähnlichem mit Süßigkeiten oder kleinen Geschenken. Der Brauch basiert auf der Legende von den drei Jungfrauen, die nachts heimlich von Nikolaus beschenkt wurden um ihre Mitgift zahlen zu können. Im 15. Jahrhundert wurden Schiffe gebastelt, in die Nikolaus seine Gaben legen sollte („Schiffchensetzen“). Hintergrund dieses Brauchtums ist sein Schifferpatronat. Später wurden die Nikolausschiffchen durch Stiefel, Schuh, Strumpf oder Gabenteller abgelöst.

Nikolaus 2016: Die Griechen warten vergebens

In Griechenland wartet man am 6. Dezember übrigens vergeblich auf den Nikolaus. Für die Seefahrernation ist Sankt Nikolaus nämlich ausschließlich der Schutzpatron der Seeleute und nur zuständig für die Rettung Schiffbrüchiger. Die Kinder in dem christlich-orthodoxen Griechenland dürfen sich aber dennoch freuen. Ihr Nikolaus oder Weihnachtsmann heißt Santa Basil – er war einer der bedeutendsten Kirchenväter der frühen christlichen Zeit im kleinasiatischen Kayseri – und kommt erst in der Silvesternacht. Am Neujahrstag finden die Kinder in Griechenland ihre Geschenke dann meistens unter dem Bett.

Nikolaus ist auch ein Ort

Im Saarland kommt nicht nur der Nikolaus, es gibt sogar einen ganzen Ort, der so heißt. In dem kleinen Ort St. Nikolaus nahe der französischen Grenze werden die Wünsche von Kindern gesammelt. Seit diesem Montag hat dort ein adventliches Postamt geöffnet. Das Nikolauspostamt haben schon vor der offiziellen Eröffnung kurz vor dem Nikolaustag Tausende Briefe aus aller Welt erreicht. Alle Schreiben werden persönlich von Helfern beantwortet. Nach Angaben der Deutschen Post ist es das älteste Nikolauspostamt in Deutschland.

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Divide et Impera!

img_1329Manchmal möchte man ja hinschmeißen, bevor man überhaupt angefangen hat: Noch so viel ist zu tun! Schwierig wird es! Unsicher und riskant! Energetisch aufreibend! Und viel zu lange wird es dauern!

Und schon opfern wir ein weiteres Projekt auf dem Altar unserer Bequemlichkeit: Lieber gleich bleiben lassen, wovon wir wissen, dass es uns fordern wird. Leistung bringen? Vollgas geben? Den inneren Schweinehund zum Freund machen? Beim nächsten Mal, wenn es leichter wird. Oder die Umstände besser sind. Oder irgendwie sowas. Gründe zu kneifen gibt es schließlich genug.

Schade, denn wenn man genauer hinschaut, gibt es sie überhaupt nicht, die anstrengenden, ewig langen, herausfordernden Mega-Projekte! Stattdessen gibt es nur lauter kleine Teilprozesse, die jeder für sich überschaubar und einfach zu meistern sind. Einer nach dem anderen. Hintereinander.

Das Geheimnis dahinter lautet: „Divide et impera!“ Oder auf deutsch: „Teile und herrsche!“ Die lateinische Redewendung besagt: Wenn du eine große Aufgabe (wie zum Beispiel ein Land besiegen, dein Unternehmen gründen oder einen Kuchen backen) in lauter kleine Einheiten unterteilst, musst du nur jede kleine Einheit für sich angehen (eine einzelne Schlacht gewinnen, einen bestimmten Vertrag fertig machen oder ein paar Zutaten einkaufen) – und am Ende hast du die große Aufgabe geschafft.

Im Umkehrschluss bedeutet das: Starre nicht ehrfürchtig auf das große Ganze! Konzentrier dich lieber auf die kleine Aufgabe unmittelbar vor dir und erledige sie, damit du dich danach wieder der nächsten kleinen Aufgabe widmen kannst! So schaffst du Großes, indem du lauter Kleines erledigst, klar?

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